Zukunftspreis 2011/12 - Früchte aus dem Garten der Metropolen :: Ausschreibung

Wir prämieren Projekte und Konzepte, die das Bewusstsein für verantwortlich erzeugte regionale Lebensmittel stärken.

Der Zukunftspreis ist mit 10.000€ dotiert.

Wie wäre es, wenn außerschulische oder schulische Bildungsakteure gemeinsam im Wahlpflichtfach oder in Projektgruppen, in Schule oder Universität sich die Frage stellen: Woher kommt das Mittagessen in meiner Schule / Mensa eigentlich? Was wird im Umland verantwortlich produziert? Und: Wieso geht es am nächsten Projekttag nicht zum Bauern in der Region? Warum ist die Brache hinter unserem Gebäude eigentlich nicht unser Gemüsegarten? Was wollen wir dort anbauen und später haltbar machen? Was könnte man dann alles Leckeres kochen?

Wie wäre es, wenn Landwirte, Zwischenhändler und Genießer verantwortlich erzeugter regionaler Lebensmittel noch enger und vielzähliger zusammengeführt werden können? Sei es durch  lokale oder regionale Vermarktungs- und Erzeugerinitiativen, durch Lebensmittelkooperativen oder Landwirtschaftsgemeinschaftshöfe, durch Slow Food Initiativen oder sanften Tourismus? Wie viele regionale Köstlichkeiten kommen eigentlich in meinen Kühlschrank? Oder stehen auf der Speisekarte meines Lieblingsrestaurants? Wen unterstütze ich mit meinem Einkauf und welche Landschaften entwickeln sich dadurch?

Wie wäre es, wenn urbane Gärtner und Aktivisten die Gestaltung brach liegender, öffentlicher Räume (mit)übernehmen und damit einen Prozess nachhaltiger Stadtteilentwicklung anstoßen oder vertiefen? Und: Gerade Kinder und junge Menschen in grünen und bunten Stadtlandschaften zu Hause sind – die sie auch selbst gestalten, selbst gestalten dürfen? Wo sind die Freiräume für das Selbermachen in der Stadt und auf dem Land, wo sind diese neu zu denken, neu zu schaffen? Und: Sind ländliche Räume in dieser Hinsicht nicht die eigentlichen Schatzkammern und Labore nachhaltiger Landnutzung?

Wie wäre es, wenn gemeinsames Gärtnern und Kochen zum Anlass wird, sich wieder oder auch erstmals kennenzulernen und zu respektieren? Und: Diese Orte und Erlebnisse dann anziehend wirken auf andere Menschen und Projekte mitzumachen – sei es beim gemeinsamen Kochen zu Hause, im Dorfgemeinschaftshaus oder Stadtteilzentrum, sei es beim Gestalten Interkultureller Gärten, von gemeinschaftlichen Dorfläden oder Landwirtschaftshöfen?

Oder wie wäre es, wenn ganz andere Projekte aus diesen ersten Ideen erwachsen, die charmant den Fokus erweitern und gerade dadurch dem Ziel näher kommen: das Bewusstsein für verantwortlich erzeugte regionale Lebensmittel zu stärken?

Diese oder ähnliche Fragen noch präziser zu stellen und im Rahmen eines institutionell und länderübergreifenden Dialogs Antworten zu suchen – das sind Motiv und Hoffnung des Zukunftspreises 2011/2012 „Früchte aus dem Garten der Metropolen“.

AnhangGröße
Zukunftspreis_2011-2012_Ausschreibung.pdf82.05 KB
Zukunftspreis_2011-2012_Startergeld.pdf62.98 KB
ANE_MV_Thesen_Nachhaltigkeit_Garten_der_Metropolen.pdf116.21 KB
ANE_MV_Garten_der_Metropolen.pdf162.52 KB
Zukunftspreis-ANE_2011-12_Flyer-I.pdf1.34 MB
Zukunftspreis-ANE_2011-12_Flyer-II.pdf1.4 MB